Teil 2 - Tunesien
Am 18.11.25 kommen wir mit der Fähre in Tunis an und erhalten die Erlaubnis, 90 Tage zu bleiben. Diese Zeit nutzen wir aus und verlassen das Land am 14.2.26.
Unsere Route in Tunesien (Stand 14.2.26)
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14.2.26 | Fähre Tunis - Palermo | |
13.2.26 | Karthago - Karthago war eine grosse Stadt, in welcher zu punischer Zeit (bis 146 v. Chr.) mehrere Hunderttausend Menschen lebten. Entsprechend weit verstreut sind die verschiedenen antiken Objekte. Wir konzentrieren uns auf jene, welche wir zu Fuss vom Parkplatz aus erreichen können und ergänzen sie mit Römischem und Neuzeitlichem. Dies sind: der Byrsa Hügel mit punischen und römischen Ruinen sowie einer Kirche aus dem 19. Jahrhundert (das Nationalmuseum ist wegen Renovationsarbeiten geschlossen), die Zisternen von La Malaga (hier begegnen wir wieder dem Aquädukt), die grosse Moschee Imam Malik Ibn Anas (eröffnet 2003) sowie das römische Theater. | |
11.2.26 | Tunis hat ein attraktives Zentrum: In Gehdistanz gibt es verspiegelte Hochhäuser, ein breites französisch anmutendes Boulevard, belebte Plätze sowie eine grosse Medina mit einer mehr als 1000 Jahre alten Moschee. | |
9.2.26 | Archäologische Stätte Uthina - Auf dem Weg nach Tunis sehen wir auf der rechten Seite Säulen in den Himmel ragen. Da es sowieso Zeit für eine Mittagspause ist, biegen wir ab, und landen bei der archäologischen Stätte von Uthina. Der römische Kaiser Octavian Augustus bot die Stadt und das umliegende Land Veteranen einer seiner Legionen als Belohnung für ihre Dienste an. Schön zu sehen ist das Amphittheater, Säulen des Capitols, Überreste eines Aquäduktes ... sowie die zeitgenössische Sammlung verrosteter Garretten. | |
8.2.26 | Wassertempel von Zaghouan - "Wassertempel" tönt vielversprechend besonders auch deshalb, weil dieser früher ein den Nymphen gewidmetes Heilgtum gewesen sein soll. An diesem Ort wurden die Quellen gefasst und das Wasser in das römische Aquädukt gespiesen, welches es weiter nach Karthago leitete. Vom Heiligen dieses Ortes ist nicht viel übrig geblieben, sieht man doch nur noch ein dickes Rohr aus dem Berg kommen, welches das Wasser abtransportiert. Natürlich, die Felsen des Djebel Zaghouan sind imposant - aber solche sehen wir zuhause auch von unserem Balkon aus ... | |
7.2.26 | Weg nach Zaghouan - Der Austausch am Morgen mit anderen Reisenden - dieses Mal mit den IVECO-Fahrenden Anette, Axel und Patrik - ist wiederum anregend (deren kürzliche Sahara-Erlebnisse kennen wir bereits von YouTube-Filmen). Unser nächstes Ziel ist dann praktischer Natur: Auto waschen, Einkaufen, Bargeld beziehen. Das zweite Highlight des Tages sind die eindrücklichen Überreste des römischen Aquäduktes. Dieses war 132 km lang und versorgte Karthago mit Wasser aus dem Gebirge Djebel Zaghouan. Beim Suchen eines Übernachtungsplatzes spricht uns ein Bauer an und wir können neben seinem Olivenhain stehen. | |
6.2.26 | Höhlen von El Haouaria - Den Berg an der Spitze des Cap Bon verlassen wir trotz der schönen Aussicht gerne, wurden wir doch in der Nacht durchgerüttelt. Das nächste Ziel ist ein Steinbruch an der Küste von El Haouaria. Dieser lieferte Material für den Bau von Karthago. | |
5.2.26 | Sicht auf Kap Bon - Die Stichworte des heutigen Tages sind: punische Stadt und Gräber, Dreckstrassen, wilde Küste, Blick auf den Leuchtturm des Kap Bon. | |
4.2.26 | Kerkouane Archäologische Stätte - Zuerst steuern wir am Morgen in Kélibia für uns Sehenswertes an: die byzantinische Festung und der Fischereihafen. Dann gehen wir essen (Ojjo Fruits de mer), chillen etwas und fahren dann möglichst nahe bei der Küste weiter Richtung Kap. Was wir nicht bedacht haben: Die vergangenen Stürme haben gleichzeitig die unbefestigten Strassen lädiert und das daneben wachsende Gebüsch ins Kraut schiessen lassen. So sind wir teilweise recht dschungelmässig unterwegs. Angekommen bei der Archäologischen Stätte von Kerkouane richten wir uns in der Nähe zum Übernachten ein und verschieben das Besichtigen auf morgen. | |
3.2.26 | Kéliba - Nach drei Tagen verlassen wir die Gemeinschaft, welche sich in kurzer Zeit in KLsar gebildet hat, und fahren der Küste des Kaps Bon entlang. Hier gibt es Lagunen, in welchen andere Reisende viele Flamingos gesehen haben. Wir selber treffen nur hie und da auf ein rosarotes Grüppchen. Dafür sehen wir die Überbleibsel des Sturmes Harry: überschwemmte Felder, verschmutzte und weggespühlte Strassen, Arbeiter welche aufräumen. Also steuern wir das nächste Ziel an: die Festung von Kelibia. Hier werden wir herzlich empfangen und gefragt, ob wir auf dem Parkplatz übernachten wollen. Da sagen wir nicht nein und freuen uns. Etwas anders sieht es dann die Polizei, die uns - warum auch immer - zu einem anderen Platz schicken will, mit dem Resultat, dass wir schlussendlich doch bleiben können. | |
2.2.26 | LKsar - Gestern rüttelt der Wind ununterbrochen am Fahrzeug, während sich Regen und Sonne abwechseln. Mit anderen Reisenden ist eher ein kürzeres Zusammenstehen als ein längeres Zusammensitzen angesagt. Heute ist jedoch ein strahlend schöner Frühlingstag, an dem nebst fälligen Arbeiten auch das Wandern zu einem Stausee und dem dahinter liegenden Wasserfall möglich ist. Und schon jetzt freuen wir uns auf das gemeinsame Abendessen im Gemeinschaftsraum. | |
31.1.26 | LKsar - Eine knappe halbe Stunde haben wir fürs Anschauen des Zentrums von Hammamet Zeit, bis uns ein Unwetter erreicht. Dann flüchten wir ins Auto. Nun, Medinas haben wir in den letzten Tagen verschiedene gesehen, und diese scheint die touristischste von allen zu sein. Und so verlassen wir die Stadt ohne Bedauern und fahren zu einem Campingplatz im Innern des Kap Bon. Ob wir hier wohl Kleider waschen können? Die Wetterapp hat der Prognose einen zusätzlichen Regentag hinzugefügt und zudem ist die Waschmaschine kaputt. | |
30.1.26 | Yasmine Hammamet - Gerne möchten wir 2-3 Tage auf einen Campingplatz, um Wäsche zu waschen und für Unterhaltsarbeiten an Fahrzeug und Mensch. Nun kündigt der Wetterbericht Regen an, was fürs Wäschetrocknen suboptimal ist. Also schieben wir einen Tag Hammamet ein, nachdem wir vorher noch Vorräte auffüllen. Auf dem Weg an die Küste sehen wir sowohl die Nachwehen des Zyklons Harry, als auch die Wohltat des von ihm gebrachten Regens für die Pflanzen. Übernachten tun wir - einmal mehr - bei einem Yachthafen. | ...................................................... |
29.1.26 | Kairouan hat eine grosse Medina, ist die Stadt doch eines der wichtigsten und ältesten Zentren des Islams. Sie hat Dutzende von Moscheen, prunkvolle Paläste und Strassen, in welchen nur ein Gewerbe angesiedelt ist respektive war (z.B. Goldschmiede oder Schuhmacher). | |
28.1.26 | Kairouan - Die Suche nach einer Selbstbedienungs-Wäscherei klappt heute Morgen nicht, das Auffüllen des Frischwassers jedoch schon. Vor dem Weiterfahren schauen wir uns noch den felsigen Teil der Küste von Monastir an. Danach geht es weiter vorbei an Salinen und Äckern und quer durch Ortschaften nach Kairouan. Hier gibt es bei der Stadtmauer einen praktischen Tagesparkplatz und wir essen zuerst in Ruhe etwas. Dann machen wir uns auf den Weg, und sofort haben wir einen "Ratgeber" an unserer Seite. Inzwischen fängt es an zu regnen und wir flüchten uns vor beidem ins Dar Kaiouran Kino. In diesem schönen Gebäude trinken wir erst einmal einen Kaffee und schauen uns nachher einen kurzen, sehenswerten Film über den Islam und Kairouan an. Das Wetter ist danach nicht besser. Auf dem Weg zurück ins Womo zieht es Ruth in ein Verkaufsgeschäft und Markus folgt im Windschatten. Hier vergrössert sich unser Fundus an Souvenirs und Geschenken ein weiteres Mal ... Zum Übernachten scheint es im Zentrum kaum Orte zu geben, welche die Polizei zulässt, und so suchen wir in vorauseilendem Gehorsam einen weiter entfernten Parkplatz auf. | |
27.1.26 | Monastir - Heute ist im Gegensatz zu gestern strahlendes Wetter - der richtige Rahmen um Monastir zu besichtigen. Da ist einmal das prächtige, marmorne Mausoleum, welches der erste Präsident Tunesiens, Habib Bouguiba, für sich selber bauen liess. Im Weiteren sind die Medina (Altstadt), die Bouguiba-Moschee, die Festung (Ribat) sowie die Küsten-Promenade. Am Schluss gehen wir nochmals zum Hafen, in welchem Yacht neben Yacht steht (da ist doch das Gedränge mit dem Wohnmobil kleiner ...). | |
26.1.26 | Monastir - Sonne, Wolken und Regen wechseln sich ab. Wir fahren entlang von Meer und Lagunen und sehen die Spuren von den vergangenen heftigen Regenfällen. Angekommen am Yachthafen von Monastir windet es stark, wir gehen auf kürzestem Weg zum nächsten Restaurant, essen dort und zurück geht es in die warme Stube. | |
25.1.26 | Mahida hat einen recht grossen Fischereihafen. Heute Sonntag ist dort wenig los und fast alle Boote liegen vor Ort. Im Gegensatz dazu ist in der gegenüberliegenden Markthalle viel Betrieb. Zurück bei unserem Fahrzeug flanieren am Cap Africa bei prächtigem Wetter viele Menschen vorbei, und wir schauen ihnen beim Mittagessen gemütlich zu. Nach dieser Stärkung entschliessen wir, doch noch auf die Festung zu steigen, um die Rundsicht zu geniessen, und anschliessend lockt uns ein Restaurant ins traditionelle Gebäude (ein Orangenjus kann ja nie schaden ...). Was sollen wir mit dem angebrochenen Tag noch machen: auf dem Kap bleiben oder im Carrefour einkaufen und danach am Sandstrand übernachten? Wir entscheiden uns für das Einkaufen, können wir doch so morgen nach dem Frühstück gleich weiterfahren. | |
24.1.26 | In Mahida - (ca. 70'000 Ew.) fahren wir direkt aufs Kap Africa, den touristischen Teil der Stadt. Den Besuch der - wie uns scheint weitgehend neu aufgebauten - Festung ersparen wir uns, aber der riesige Maritime Friedhof, die felsige Küste mit Gräbern und Hafen aus punischer Zeit sowie der Leuchtturm sind fantastisch. Die kleine Altstadt ist hübsch gebaut und die Läden sind weitgehend auf Touristinnen und Touristen spezialisiert. Deren Verkäufer können sich voll auf uns konzentrieren, hat es doch sonst kaum Besuchende. Und dann wäre noch der Hammam gleich um die Ecke. Ruth möchte schon lange einmal einen solchen besuchen und geht "schnuppern" - zumindest bis zur Kasse. Vieles erinnert sie an das frühere Volksbad in St. Gallen, und sie findet verschiedene Gründe, warum heute nicht der richtige Tag für ein solches Erlebnis ist. | .................................................... |
23.1.26 | El Jem - DIE Attraktion in El Jem ist das Amphitheater - das gemäss Wikipedia drittgrösste des römischen Reiches. Ursprünglich bauten die Römer ein kleines mit 2'000 Plätzen. Die durch die Produktion von Olivenöl reich gewordenen Einwohner errichteten dann jedoch im 3. Jh. ein Kolosseum für 35'000 Zuschauer*innen. Zeichen dieses Reichtums treffen wir auch im archäologischen Museum an. Hier sind prachtvolle Mosaikböden ausgestellt, welche von Villen - ebenfalls aus dieser Zeit - stammen. Auf dem Rückweg kommen wir dann im letzten Jahrhundert an: Wir gehen beim Bahnhof vorbei, wo gerade einer der 4 täglichen Züge ein- und wieder ausfährt (El Jem liegt auf der Strecke Tunis - Sousse - Sfax - Gabes - Tozeur). | |
22.1.26 | El Jem - Heute ist ein Fahrtag und wir legen 270 km zurück. Zuvor füllt Markus aber noch Wasser auf und lässt das Auto waschen. Fürs Mittagessen zweigen wir von der Schnellstrasse ans Meer ab. An diesem schönen Ort könnten wir durchaus länger bleiben. Da wir aber "nur" noch gute drei Wochen in Tunesien sind, entschliessen wir uns, weiter nach El Jem zu fahren, und kommen gerade rechtzeitig an, um das Kolosseum im Abendlicht zu sehen. | |
21.1.26 | Mareth - Das Erwachen am Port Aghir ist sehr schön und von den aktuell heftigen Niederschlägen in Tunesien spüren wir nichts. Nur die Fischer fahren heute wegen der hohen Wellen nicht hinaus, sondern zurren ihre Boote nahe am Land fest. Dann verlassen wir die Insel Djerba über den Damm und fahren ins Gebirge. Im teils verlassenen Berberdorf Toujane steigen wir nicht einmal aus: Zu garstig bläst der Wind und zu unangenehm sind Nebel und Nieselregen. Also fahren wir weiter Richtung El Jem. Auf dem Weg dorthin liegt das Militärmuseum "Mareth Linie" Hier am Fluss Qued Zigzaou standen sich 1942/43 Alliierte und Achsenmächte gegenüber, und man sieht u.a. einen Bunker der Verteidigungslinie sowie eines von Rommels Fahrzeugen ("Kübelwagen"). Nach anfänglichem OK zum Übernachten auf dem Museumsparkplatz werden wir später von jemand anderem weggeschickt mit dem Tipp, dass es im Zentrum von Mereth vor der Garde National sicher sei. Und so schlafen wir neben der Hauptstrasse ... bis uns die Polizei kurz vor Mitternacht für eine Passkontrolle weckt. | |
20.1.26 | Port Aghir - Heute war ein Tag mit Pech und Pannen. Eigentlich wollten wir zurück aufs Festland und dort ein rechtes Stück nordwärts reisen. Wir fahren zur Fähre, warten in der Kolonne, und schauen dem Gründeln der Flamingos zu. Nach einer Stunde sind wir noch keinen Meter weitergekommen. Auf Google Maps lesen wir, dass von 6 Fähren nur 2 eingesetzt würden, und Leute beklagen sich, dass sie bis zu 4 Stunden hätten warten müssen. Also beschliessen wir, über den Damm zu fahren. Kaum haben wir gewendet, meldet das Fahrzeug "AdBlue-Störung". Vor einem Jahr haben wir eine solche Meldung einmal ignoriert mit der Folge, dass wir nach drei Tagen nur noch mit 30 km/h dahinkriechen konnten. Deshalb fahren wir auf schnellstem Weg zur nächsten Mercedes-Garage. Hier werden Fehlercodes herausgelesen (und zurückgesetzt?), und wir werden gebeten, 20 km lang rasant zu fahren. Seither ist die Fehlermeldung nicht mehr aufgetreten, und wir hoffen, dass die Ursache beseitigt ist. Inzwischen ist der halbe Nachmittag vorbei und statt weiterzufahren gehen wir ins Shoppingcenter und danach zum Übernachten an die Küste. | |
19.1.26 | Plage du trésor de Jade - Bei Ebbe ist das Meer weg und vor uns liegt eine riesige Sandfläche. | |
18.1.26 | Plage du trésor de Jade - Heute Morgen haben wir den geschützten Rahmen des Betreuten Wohnens verlassen und sind wieder in der freien Wildbahn. Als erstes fahren wir auf den Markt von Houmt Souk und kaufen Nützliches (Früchte & Gemüse) und anderes (Souveniers & Geschenke). 23 km weiter parkieren wir dann am Strand und sind dem Meer so nahe, wie es in einem Hotel unmöglich ist. | |
17.1.26 | Djerba Midoun - "Unser" all-inclusiv-Ressort hat viel Ähnliches mit einem Altersheim: Die Gäste werden animiert, und sie leben von Mahlzeit zu Mahlzeit. Entsprechend prächtig sind die Buffets hergerichtet. In dieses System fügen wir uns widerstandslos ein, mit der Ausnahme, dass Markus animationsresistent ist. | .................................................. |
16.1.26 | Djerba Midoun - Unser all-inclusiv-Leben plättschert angenehm dahin, auch wenn wir unseren zeitweisen Weggefährten Adieu sagen müssen. | |
14.1.26 | Djerba Midoun - 4 Tage all inclusiv: Wir geniessen die warme Dusche! Diese Umgebung ist für uns eine unbekannte Welt, und es ist schön, dass uns Prisca und Beat zwei Tage lang Gesellschaft leisten (wir haben sie in Douz kennengelernt). | |
13.1.26 | Gegenüber Insel Djerba - Wir fahren in Richtung der Insel Djerba und auch auf dem Weg dorthin gibt es eine Landzunge dieses Mal zwischen dem Golf von Boughrara und dem Mittelmeer. Die Spitze der Landzunge ist landschaftlich sehr schön und hier sind nur Fischer und wir. | |
12.1.26 | Zarzis Sonia Plage - Um 22:30 Uhr kommt die Polizei, kontrolliert - sehr freundlich - unsere Pässe und sagt, hier sei es nicht sicher (wegen der nahen libyschen Grenze). Sie begleiten uns auf der Landzunge zurück und schicken uns an diesen Ort. | |
11.1.26 | Die heutige Strecke ans Meer ist gesäumt von befestigten Speichern, welche sich weitgehend gleichen | |
10.1.26 | Ksar Beni Barka - Heute geht es von Ksar zu Ksar, das heisst von befestigter Siedlung zu befestigter Siedlung (dies können ganze Dörfer oder auch nur Speicher sein). Beni Barka ist eine ehemalige Siedlung auf einer Bergspitze. | |
9.1.26 | Tatouine - Irgendwo hat Ruth beeindruckende Bilder von Ksar Oulet Debbab gesehen. Dieser Ort liegt auf der Strecke nach Tatouine. Dorthin fahren wir und erreichen ein neu gebautes Hotel, welches sich als Ksar ausgeben will. Ganz unscheinbar stehen daneben die alten, zerfallenden, unspektakulären Speicher. Nun ja, das war wohl kein Highlight, und nichts hindert uns mehr daran, in Tatouine im Carrefour und an der Tankstelle unsere Vorräte aufzufüllen. Nach dem Imbiss in einem Restaurant verkrümmeln wir uns auf einen ruhigen, zentralen Parkplatz und verspeisen Cornes de Gazelle. | |
8.1.26 | Alt-Chenini - Am Morgen steigen wir früh zum Berberdorf auf und fragen uns, warum ein Ort an einer derart schönen Lage verlassen wurde. Dabei stossen wir u.a. auf folgenden Grund: Der Staat hat nach der Unabhängigkeit in den 1950er - 1960er Jahren neue Häuser gebaut für Menschen in "unzugänglichen" Dörfern. Diese Neubauten waren an einfacher erreichbaren Orten und boten eine gute Infrastruktur (Elektrizität, fliessendes Wasser, Schulen etc.). | |
7.1.26 | Guermessa - Das verlassene Berber-Dorf liegt in einer sensationell schönen Umgebung. Es zieht sich rund um drei benachbarte Hügel und bei starkem Wind schlendern wir von einer verlassenen Höhlenwohnung zur anderen und von einem zusammenfallenden Steinhaus zum nächsten. | |
6.1.26 | Ksar el Ferch - Das Thema heute sind "Ksar", d.h. befestigte Dörfer - in unseren Falle befestigte Lagerräume. Gestartet hat der Tag im Ksar Hallouf, wo wir eine ungestörte Nacht verbracht haben. Auf einer kurvenreichen Strasse durchs Dohar-Gebirge fahren wir zur touristischen Ksar Hadada (diente ebenfalls als Filmset) und weiter zur Ksar el Ferch. Hier finden wir auf der Rückseite einen - wie uns scheint geeigneten - Übernachtungsplatz. | |
5.1.26 | Ksar Hallouf - Nach über drei Wochen verlassen wir die Region Douz und fahren ostwärts, wo es im Dahar-Gebirge mehrere Berberdörfer mit befestigten Speicherburgen gibt. Als erstes steuern wir Ksar Hallouf an. Die ältesten Speicher stammen aus dem 13. Jahrhundert und der Ort diente als Drehort für Star Wars. Hier erhalten wir etwas zu essen und übernachten mitten auf dem Platz. | |
4.1.26 | Douz - Nach den schönen Tagen in der Wüste ist Arbeiten angesagt und spät in der Nacht haben wir auch noch für den 15.2. die Überfahrt nach Sizilien gebucht. | |
2.1.26 | Dromedar-Tour 4 - Heute ist der Tag "der letzten Male": das letzte Mal bei Sonnenaufgang aus dem Zelt kriechen, das letzte Mal beim Zubereiten des Frühstücks und beim Bepacken der Tiere zuschauen, das letzte Mal über die Dünen reiten, das letzte Mal mit den netten Führern zusammen sein. Beim Weglaufen der Dromedare befällt uns Wehmut. Diese mischt sich glücklicherweise mit der Freude: auf unser warmes, bequemes Womo; auf eine warme Dusche; auf saubere Kleider. | |
1.1.26 | Dromedar-Tour 3 - Das neue Jahr fängt spektakulär schön an: Sonnenaufgang, schneeweisse Dünen, Dattel-Frühstück mit frisch gebackenem Brot. Wir erreichen noch höhere Dünen, reiten mit Weitsicht auf dem Kamm und wenn es nicht mehr weitergeht im Tal. Spuren von Fahrzeugen gibt es hier keine mehr. Gezielt steuert Feisal Flächen an, wo wir Sandrosen finden, und als Übernachtungsplatz wählt er wiederum einen schönen Platz in den Dünen. | |
31.12.25 | Dromedar-Tour 2 - Die Nacht war kalt (dank Schlafsack und mehreren Decken haben wir kaum gefroren) und am Morgen ist das Zelt nass vom Tau. Die Sonne weckt uns und bis zum Frühstück - wiederum mit frisch gebackenem Brot - haben wir Zeit, in den Dünen herum zu laufen. Auch das Bepacken der Dromedare ist unterhaltend. Um 10 Uhr brechen wir auf und reiten mit einer Pause durch bis zum nächsten Nachtlager (es liegt in den Dünen). Auch hier hat es kürzlich geregnet, der Sand ist trittfest und an vorhandene Pflanzen spriessen Blätter. Das Übernachten im Zelt haben wir aufgrund der gestrigen Erfahrungen optimiert und schlafen wie Murmeltiere. | |
30.12.25 | Dromedar-Tour 1 - Pünktlich im 10 Uhr stehen die drei Dromadare parat: je eines für uns und das jüngste zum Tragen der Lasten. Feisal, der Reiseührer (seine Frau und er betreiben den Campingplatz Cindarella) und Mohamed (ihm gehören die Tiere) gehen zu Fuss. Das Sitzen hoch über dem Boden ist bequem und ermöglicht einen Blick in die Weite. Es liegt eine riesige Ebene vor uns, auf welcher Offroad-Fahrzeuge kreuz und quer Spuren hinterlassen haben. Nach nicht einmal 1.5 Stunden haben wir diese Strecke bewältigt, die Büsche stehen dichter und es gibt Sanddünchen (im Laufe der Reise lernen wir noch verschiedene weitere Gesichter der Wüste kennen). Nach zwei mal zwei Stunden Reiten und dazwischen einer ausgiebigen Mittagspause schlagen wir das Nachtlager auf. Mohamed bäckt Brot, Feisal kocht und wir richten uns in unserem Zelt ein. | |
29.12.25 | Douz - Die Nacht am Rande der Dünen war sehr schön und der Morgenspaziergang ebenfalls. Da wir morgen auf eine 4-tägige Wüstentour gehen respektive reiten (ja, wir versuchen es nochmals ...) fahren wir zurück zum Campingplatz, wo immer noch Schweizer- und Hochdeutsch dominieren. | |
28.12.25 | Nähe Cafe de la Porte du Desert - Für einen Tag verlassen wir den Campingplatz Cinderella in Douz um - vorbei am Cafe de la Porte - über eine Sandpiste zum Cafe la Tent zu fahren. Hier sitzen bereits Barbara und Heinz, von welchen wir uns erst vor einer Stunde verabschiedet und alles Gute für 2026 gewünscht haben. Der Verkehr von 4x4-Fahrzeugen auf der Piste ist rege, starten respektive enden hier doch viele Sahara-Touren. Da wir die Grenzen unseres Womos kennen (kleine Räder, Zwillingsbereifung, beschränkte Bodenfreiheit), werden wir ein solches Vorhaben mit einem absolut wüstentauglichen Fortbewegungsmittel voraussichtlich übermorgen durchführen. Zum Übernachten fahren wir zurück zur Strasse, welche bei den Dünen endet. | |
27.12.25 | Douz - Der Marathon der Dromedare führt nach dem Start und vor dem Ende an unserem Campingplatz vorbei und der Begleit-Tross ähnelt jedem eines Velorennens. | ................................................ |
26.12.25 | Douz- Jährlich findet ein Sahara-Festival statt - dieses Jahr vom 25. bis 28. Dezember. Wir besuchen davon die Rennbahn beim "Tor zur Sahara", wo sich schön angezogene Reiter mit eleganten Pferden präsentieren, und dann in lockerer Reihenfolge Pferde-, Hunde- und Dromedar-Rennen stattfinden. Das Highlight ist dabei für Ruth das Rennen der HundeBESITZER, welche nicht lange nach dem Start ihr Tier nach Einlauf ins Ziel wieder einfangen müssen (und dabei wohl die gleiche Strecke zurücklegen). Eingesprenkelt sind ein kurzes Sand-Hockey-Spiel und ein - ebenfalls kurzer - Kampf zwischen zwei männlichen Dromadaren (eines der Tiere verlässt klugerweise den Ring, kaum hat der Kampf begonnen). Auch das Rundherum ist interessant: die arabische Musik, welche das Stadion beschallt, das Dahingleiten des Anlasses, dem in der Schweiz ein enges Korsett angelegt werden würde, das hautnahe Zusammenrücken der Stühle, welche Sicherheitsverantwortliche vor Angst schwitzen liesse, das Flanieren mit Einheimischen entlang von Verkaufsständen. | |
24.12.25 | Douz - Heiligabend zuerst in der Wüste sowie später am Rande einer Oase passt zur Weihnachtsgeschichte und die umherziehenden Kamele ebenfalls. Und ein Weihnachtsessen in netter Gesellschaft gibt es auch noch (der Campingplatz ist belegt von überwiegend deutschsprachigen Menschen). | |
23.12.25 | Douz - Mitten in der Wüste: Und gegen Morgen regnet es! Dann schön langsam zusammenpacken und gemütlich nach Douz zurückfahren - mal durch eine steinige mal durch eine sandige aber immer karge Ebene. In Douz gehen wir zuerst einmal essen. Wir bestellen Dromedar (Gargoulette Dromedaire). Das Fleisch ist gut und gut zubereitet, trotzdem wird Ruth in Zukunft keines mehr essen, hat sie doch erst vor einer Stunde eine Herde dieser schönen Tiere bewundert. Dann müssen wir in Douz Verschiedenes erledigen, und nur mit dem Kauf von Weihnachtsgeschenken klappt es nicht (wahrscheinlich haben wir einfach schon alles, was wir wollen). Zum Übernachten fahren wir zur grossen Düne von Douz. | |
22.12.25 | Irgendwo südlich von Ksar Ghilane - Eigentlich würden wir gerne zur Ruine des römischen Forts hinausfahren und dort in der Wüste übernachten. Nun wird aber die Oase zur Zeit von tunesischen Touristinnen und Touristen überschwemmt, und in den Strässchen stauen sich Quads, Kamele, Busse sowie 4x4-Fahrzeuge. Wir müssten die Quad-Piste benutzen, auf der es für uns zumindest eine schwierige Stelle gibt. Nein, mit Quads im Nacken wollen wir nicht im Sand wühlen, entschliessen uns wegzufahren, und suchen uns für die Wüstenübernachtung einen weniger touristischen Ort aus - halt in einer Stein- und nicht in einer Sandwüste. | |
21.12.25 | Ksar Ghilane - Der Zustand der Piste in Richtung Douz durch die Wüste interessiert uns, und so machen sich Markus per Quad und Ruth zu Fuss ein Bild davon. Beim Zurückkommen ist in der Oase viel los, wird sie doch von Bussen und Offroad-Fahrzeug-Karawanen, welche tunesischen Familien transportieren, besucht. | |
20.12.25 | Ksar Ghilane - Der Regen hat die Wüste - oder ist es Steppe? - herausgeputzt, und wir fahren zur Oase Ghilane. Hier gibt es eine heisse Quelle. | |
19.12.25 | Irgendwo in Bir Soltane - Der Wetterbericht hat wieder recht und es regnet fast den ganzen Tag. Und so schauen wir in Matmata nochmals eine der Höhlenwohnungen an und fahren dann durch die grüner werdende Landschaft ein Stück weit zurück und dann Richtung Ksar Ghilane. Unterwegs gibt es Überreste von Geschützen aus dem 2. Weltkrieg - sie sollen zu Rommels Verteidigungspunkten gehören. Weil Markus Ruth den Wunsch, diese anzuschauen erfüllen will, erfüllt sich auf dem Weg dorthin auch ein langgehegter Wunsch von ihm: Er darf "sändele", weil wir in einer Sandverwehung stecken bleiben. Und später erfüllt sich schon wieder ein Wunsch von Ruth: Wir übernachten in der Wüste. | |
18.12.25 | Matmata ist ein Berberort und bekannt für seine Höhlenwohnungen. Bei diesen wurden gut 10 Meter tiefe Gruben ausgehoben und dann für die Zimmer sowie die darüber liegenden Lagerräume Höhlen in das weiche Gestein gegraben. Die von uns besuchte ehemalige Wohnung hat sechs Wohn- und zwei Lagerräume. Bekannt in Matmata ist auch das Höhlenhotel Sidi Idriss, welches bei den Dreharbeiten für Star Wars als Heim von Luke Skywalker diente. | |
17.12.25 | Matmata - Bis zum Dromedar-Rennen am 27. Dezember haben wir noch Zeit. Also lösen wir uns von den netten Menschen auf dem Campingplatz, fahren aber nicht direkt nach Ksar Ghilane, sondern machen vorher einen Abstecher nach Matmata. Bevor wir aber Douz verlassen, gibt es noch etwas Unerwartetes zu tun: Von anderen haben wir erfahren, dass ihre SIM-Karte nach 30 Tagen nicht mehr funktioniert hat, weil das Mobilephone registriert hätte werden müssen. Nun sind wir gerade 30 Tage hier und dies blüht uns auch. Also ab ins Zentrum, wo wir umsonst an der Türe von Tunesie Telecom rütteln (später erfahren wir, dass heute der Tag der Revolution ist). Im Laufschritt geht es weiter zum Anbieter unserer anderen Sim-Karte, Ooredoo. Dieser Laden ist offen, die Mitarbeiterin will das Mobilephone aber nicht registrieren, weil es dazu eine tunesische ID-Karte brauche. Vor dem Carrefour kommen wir dann mit anderen Reisenden ins Gespräch und erfahren eine andere Lösung: Die Karte in einen Router stecken und das Problem sei gelöst! Nachtrag 23.12.25: Mit der Tunesie Telecom-Karte hat diese Lösung nicht funktioniert. | |
16.12.25 | Douz - Der Wetterbericht hat für gestern und heute Regen vorausgesagt und wiederum für übermorgen. Die Prognose hat bisher gestimmt (heute regnet es allerdings nur kurz, nachher scheint die Sonne), und so haben wir Zeit uns zu informieren, ob wir unserem Fahrzeug die Pistenfahrt nach Ksar Ghilane zumuten können. Einerseits wird berichtet, dass dies die ideale Tour für Wüsten-Anfänger sei, und andererseits beobachten wir, dass hier die Dichte von Reisefahrzeugen, welche Pannen haben und danach auf Ersatzteile warten, recht gross ist. Zudem erhalten wir auf dem Campingplatz die Information, dass man einen Führer engagieren müsse (die Kontrolle sei allerdings lückenhaft). Unser Fahrzeug kaputt machen möchte Ruth auf keinen Fall ("Dünen kann man auch von der Strasse aus anschauen ...") und so beschliessen wir, auf befestigten Wegen nach Ksar Ghilane zu fahren. Dort sind die Dünen am höchsten sowie die Kontrolle am lockersten, und wir sehen ganz zu Beginn, ob die Piste machbar ist und unter welchen Voraussetzungen. | ...................................................... |
14.12.25 | Douz - Douz wird auch "das Tor zur Sahara" genannt und in der Tat: Keine fünf Gehminuten vom Campingplatz fangen die Sanddünen an. Hier wird auch klar, wie bedrohlich diese sein können, wenn sie Palmenhaine, Siedlungen und Strassen zu verschlucken drohen. | |
13.12.25 | Douz - Die heisse Quelle, neben der wir übernachtet haben, ist nur eine von einem halben Dutzend, deren Wasser zum Kühlen zuerst durch einen Turm und dann durch pyramidenförmig angelegte Kanäle fliesst, bevor es auf die Felder verteilt oder in einem Pool gespeichert wird. Auf dem Weg nach Douz hat an einem Ort der Wind bizarre Formen in den Sandstein geschliffen - auf jeden Fall ein Halt wert. Und immer wieder gibt es Oasen. Die Datteln sind weitgehend geernet. Jetzt werden sie sortiert, in Kisten verpackt und wir begegnen vielen Pick-up's und Lieferwagen, welche sie transportieren. | |
12.12.25 | Fatnassa - Kaum haben wir den Nachbarort von Tozeur verlassen, sind wir in der Wüste. Auf einem gut ausgebauten Damm queren wir während gut 50 km den Salzsee Chott el-Jerid. Tiefe Spuren neben dem Damm sowie das Wrack eines stecken gebliebenen Busses lassen erahnen, dass der Schein trügt, und der See keineswegs ausgetrocknet ist. Am anderen Ufer gibt es eine Oase mit Thermalquelle. Hier fahren wir hin, träumt Ruth doch von einem warmen Bad. Daraus wird aber nichts: Das heisse Wasser ist zwar da und wird auch gekühlt - aber für das Bewässern der Palmen und nicht für einen Pool. | |
11.12.25 | Tozeur - Die Nacht in der Nähe der Kamele des Star War Filmsets war erholsam. Derart ausgeruht entschliessen wir uns zur Pistenfahrt durch die Wüste vorbei an Salzseen und dem prägnanten Felsen von Ong Jamal. Zurück in Tozeur gehen wir im touristischen Zentrum Couscous essen, werfen einen Blick in Teppich- und Dattel-Läden, und fahren dann übervoll mit Eindrücken zum Palmen-Museum, wo wir uns einen ruhigen Übernachtungsplatz erhoffen. Zudem lassen wir uns im Museums-Shop willig zum Kauf von Dattel-Marmelade und -Kaffee verführen. | |
10.12.25 | Mos Espa (Star Wars Set) - Die Themen heute sind Einkaufen (auf dem Markt in Degache und im Carrefour in Tozeur) sowie Kamele. Und dann ist auch noch die Kulisse Mos Espa, welche zum Drehen einiger Szenen in Star Wars erstellt wurde. Deren Umgebung ist vor allem ein Rummelplatz für männliche Offroad-Fahrer und weibliche Kamelreiterinnen. | |
9.12.25 | Oase Chebika - Der heutige Tag entwickelt sich intensiver als erwartet. Das kommt so: Zuerst haben wir - erfolglos - den Ort gesucht, an dem für den Film "The English Patient" der Flugzeugabsturz gedreht worden ist - gefunden haben wir stattdessen nach der Fahrt auf einer Sandpiste einen hübschen Stausee. Danach fahren wir nach Tamaqzah, ein Ort, welcher für seine aufdringlichen "Führer" bekannt ist. Dort kommt es, wie es kommen muss: Den Weg zum Canyon finden wir nicht auf Anhieb und schon ist "Hilfe" zur Stelle. Nun, für einmal 12€ ausgeben, damit wir nicht mehr weiter angesprochen werden, ist für uns ok. Nur: Das Verkaufsgespräch ist damit noch lange nicht zu Ende. Da gibt es Ladengeschäfte, Restaurants, Schlangen & Skorpione, einen weiteren Wasserfall sowie die Oase Chebika, welche wir gemäss unserem Führer unbedingt mit ihm besuchen sollten. Für den zweiten Wasserfall sagen wir zu, auch wenn die Begleitung nur hilft, auf Anhieb die richtige Abzweigung zu erwischen. Nachher flüchten wir aus diesem Ort wohlwissend, dass auch das nächste Ziel (Chebika) sehr touristisch ist. Eigentlich wollten wir dieses erst morgen ansehen, aber das Licht am späteren Nachmittag ist derart schön, dass wir auf versteckten Wegen vorbei an etwelchen Führern zum Wasserfall pirschen. Von dort aus ist der Weg nicht mehr zu verfehlen und wir geniessen die schöne Landschaft bis zum letzten Sonnenstrahl. | .................................................... |
7.12.25 | Mides - Die Schlucht möchten wir ohne Führer anschauen und umgehen deshalb den Platz mit den Verkaufsständen. Von hinten steigen wir zum verlassenen Berber-Dorf hinauf, schauen zuerst von dort auf den mäandrierenden Canyon und steigen dann schnell und alle Blicke vermeidend hinab. In der Schlucht hat es nur einige Wassertümpel und wir gehen zuerst flussaufwärts Richtung algerische Grenze und dann flussabwärts, wo wir nach einigen Kilometern in einer grossen Ebene umgeben von Felswänden ankommen. Jetzt geht es querfelsein und eine halbe Stunde später bestellen wir im Restaurant unseres Stellplatzes ein Mittagsmenu. | |
6.12.25 | Mides - Heute befahren wir die steile Rommelpiste (entgegen den Assoziationen, welcher dieser Name hervorruft, wurde die Strasse erst nach dem 2. Weltkrieg gebaut). Die Polizei bringt uns zum Anfang der Rundtour bei einer Müllhalde am Stadtrand. Der Zustand der Piste ist so, wie ihn 4x4-Fahrer lieben: Schotter, felsige Abschnitte sowie Fahrrinnen fordern deren Können heraus, zum grossen Teil besteht die Strecke aber aus gut befahrbarem Beton und die schöne Landschaft ist purer Genuss. Zurück an den Ausgangsort Redeyef führt - ebenfalls über das Gebirge - eine gut ausgebaute Strasse. Zum Übernachten fahren wir noch weiter nach Mides. Beim Canyon fühlen wir uns dann von einem "Führer" ziemlich bedrängt und flüchten auf einen Campingplatz. | |
5.12.25 | Selja-Schluchten - Wir sind im Gebiet von Phosphat-Minen angelangt und besuchen die Selja-Schluchten (auch Thelia-Schluchten genannt). Für den Transport des Materials wurde 1907 eine Eisenbahn-Teilstrecke eröffnet, welche ab 1909 auch für touristische Zwecke genutzt wurde rsp. wird. Zur Zeit fährt aber keine Bahn, entgleiste doch vor einem Monat ein Güterzug und stürzte den Hang hinunter. Und so wandern wir ungestört entlang der Gleise durch diverse Tunnels und zwischen steilen Felswänden. | |
4.12.25 | Métlaoui - Heute geht es eine kurze Etappe weiter. Zuerst ist es in Gafsa noch hektisch, wollen wir doch im belebten Zentrum einkaufen und bei Shell tanken. Ausserhalb der Stadt wird es dann ruhiger. Zuerst gibt es noch Olivenbäume, dann stehen nur noch dürre Grasbüschel und eine Phosphat-Miete befindet sich bereits in der Wüste. Der heutige Übernachtungsplatz liegt einige Kilometer vom Ort Metalaoui entfernt am Fusse eines schönen, kargen Gebirges bei einer Oase. | |
3.12.25 | Gafsa - Gestern stand Putzen, Waschen, Reparieren auf dem Programm. Heute haben wir nun Zeit, das Leben in der Oase zu geniessen. Hier werden zur Zeit Oliven und Datteln geerntet, welche dann auf dem einige Kilometer entfernten Wochenmarkt zu kaufen sind - unter anderem zusammen mit gebrauchten Kleidern. Zur Feier des Tages essen wir dann im Resraurant des Campingplatzes Couscous. | |
1.12.25 | Gafsa - Der Übernachtungsplatz liegt neben Kashba und Medina. Also nehmen wir die Gelegenheit wahr, diese zu besichtigen. So lange, wie wir möchten, können wir aber nicht im interessanten Zentrum herumschlendern, stehen wir doch auf dem Parkplatz eines Ladengeschäftes. Nun, zum Abheben von Geld (erfolgreich) sowie zum Suchen von Cola Zero (erfolglos) reicht die Zeit auch noch. Danach fahren wir durch eine Oase mit Dattelpalmen und Olivenhainen zu unserem schönen temporären Zuhause, dem Campingplatz Elhassan. | |
30.11.25 | Gafsa - Einmal mehr steht eine römische Stadt auf dem Programm - respektive das, was in Sbeitla davon übrig geblieben ist. Das Gelände ist gross, das Museum - glücklicherweise - klein, und nach 2.5 Stunden und etlichen abgelaufenen Kilometern gehen wir essen. Danach freuen wir uns auf einen ruhigen restlichen Sonntag im Fahrzeug. Aber Oha: Gestern konnte man uns an der Reception des Hotels nicht sagen, wie viel das Übernachten auf dem Parkplatz kostet. Heute wollen sie von uns 100 TND pro Nacht, was einem für tunesische Verhältnisse unglaublich hohen Betrag von 29 € entspricht. Das geht gar nicht, können wir doch hier nicht einmal duschen. Wir zahlen die eine Nacht, packen zusammen und fahren weiter nach Gafsa. | |
29.11.25 | Sbeitla - Eigentlich möchten wir das magisch schön aussehende Felsplateau Table de Jugurtha an der algerischen Grenze besuchen. Dann lesen wir aber von anderen Reisenden, dass sie auf dem ganzen Weg von der Polizei begleitet worden seien. Einen solchen Aufwand möchten wir nicht verursachen und beschliessen, auf direktem Weg nach Sbeitla zu fahren. Nun, die Polizeieskorte bekommen wir trotzdem: Ein Polizist folgt uns zur Autowaschanlage und bringt uns von dort zum Supermarkt. Er wartet geduldig und führt uns dann bis zur Stadtgrenze. Dort steht bereits das nächste Auto bereit. Und so übergibt uns ein Polizeiteam dem nächsten (insgesamt sind es fünf oder sechs) und das letzte liefert uns beim Hotel Byzacene ab. Eine solche Fürsorge rührt uns, schränkt uns gleichzeitig aber auch ein. | |
28.11.25 | El-Kef - Im Gegensatz zu gestern erwischen wir die Regenpause nicht optimal. Beim Aufstieg zur Kashba (ist aus uns nicht bekannten Gründen geschlossen) und dem Erkunden der Medina werden wir immer wieder verregnet, flüchten uns zuerst in ein Cafe, und essen später in einem Restaurant das Gericht Schawarma. | |
27.11.25 | El-Kef - Auch heute fahren wir über die fruchtbaren Ausläufer des Atlasgebirges und in gut einer Stunde sind wir im Zentrum von el-Kef. | |
26.11.25 | Bulla Regia - Auf dem Weg in den Süden liegt die archäologische Stätte Bulla Regia, deren Parkplatz wir auch als Übernachtungsort ansteuern. Am folgenden Morgen haben wir dann Glück: Für einmal scheint die Sonne - gerade lang genug, um den Luxus früheren römischen Lebens anzuschauen. | |
25.11.25 | Tabarka - Gemäss Wetterbericht scheint heute Morgen noch die Sonne. Also steigen wir recht früh zur Festung hinauf und haben Glück. Der Nachtwächter ist soeben am Gehen und lässt uns kurz hinein. Die Rundsicht ist grandios und wir fühlen uns beim Verlassen dieses schönen Ortes reich beschenkt. Zum Essen ist noch zu früh. Also gehen wir wie die Einheimischen (Männer) in ein Café und lassen die Zeit verstreichen. Ruth macht auch noch einen Abstecher ins Zentrum, wo im Gewusel niemand von ihr Kenntnis nimmt. Dann gehen wir ins am besten bewertete Restaurant am Hafen, essen je ein Zweigang-Menu und bezahlen dann dafür zusammen inkl. Getränke keine 10 Franken (was für ein verrückter Wechselkurs ist denn das!). Am Horizont ziehen dunkle Wolken auf. Nur noch kurz den Vorrat von Coca-Cola und Bargeld aufstocken, und dann zurück zum Womo, wo wir uns vom Wind durchschütteln lassen. | |
24.11.25 | Tabarka - Am Morgen sind wir ganz allein am nördlichsten Punkt von Afrika. Bei Sonnenaufgang machen wir nochmals einen Spaziergang und fahren danach durch hügeliges, fruchtbares Gelände, vorbei an Schafherden und durch kleine Dörfer nach Tabarka. Hier steuern wir den Fischerhafen an, wo es schön gelegene Parkplätze gibt. Im Zentrum haben wir einiges einzukaufen und flanieren dann dem Meer entlang zu den "Nadeln" von Tabarka. Was uns auffällt: Hier sind viele Frauen stärker verschleiert, und wir lesen, dass häufig Algerier*innen den Ort besuchten. | |
23.11.25 | Nördlichster Punkt Afrikas - Was für ein Gefühl: Nachdem wir vor beinahe 2 Jahren am südlichsten Punkt von Afrika standen, stehen wir heute am nördlichsten Punkt, dem Cap Engela. Die Herfahrt war feucht. Kaum angekommen sind erstmals seit längerem andere froh, dass Markus das Bergungsset hervorkramt. Das wilde Kap gefällt es uns und wir bleiben. | |
22.11.25 | Bizerte - Es ist Hundewetter. Das Womo verlassen wir nur, um ins nächstgelegene Restaurant Fisch essen zu gehen. | |
21.11.25 | Bizerte - Der Wetterbericht ist für heute und morgen schlecht. Es regnet immer wieder - aber zwischendurch auch immer wieder nicht. Und so starten wir in einer der blauen Störungen, um ins Zentrum zu gehen: Markt, alter Hafen, Medina und zurück. | .................................................. |
20.11.25 | Bizerte - Am Morgen schauen wir den Palast Ennejma Ezzahra an und flanieren nochmals durch Sidi Bou Said. Dann fahren wir nordwärts bis nach Bizerte - unterbrochen durch einen Mittagshalt auf einer Landzunge zwischen Lagune und Meer. | |
19.11.25 | Sidi Bou Said - Die Reifenspuren auf dem Parkplatz liessen erahnen, dass die Nacht nicht nur ruhig verlaufen wird, und so war es dann auch - allerdings nur kurz. Mangels Lebensmitteln lassen wir das Frühstück aus, fahren zum Einkaufszentrum und decken uns dort mit allem Lebensnotwendigen ein: Sim-Karte, Bargeld, Essen. Das Besichtigen von Tunis verschieben wir auf später, an Kathago fahren wir vorbei, und steuern - inspiriert vom Polarstep-Reisebericht von ANNTON - die Küste von Sidi Bou Said an. Dort lassen wir es uns gut gehen und steigen gegen Abend die 365 Stufen zum Städtchen hinauf. | |
18.11.25 | Von Palermo nach Tunis - Die Fahrt mit der Fähre von Palermo nach Tunesien dauert 12 Stunden, verläuft ruhig und wir schlafen gut in unserer Kajüte. An Bord sind vor allem Tunesier*innen, welche Pw's und Lieferwagen mit italienischen Autonummern randvoll mit Waren gefüllt haben, und viele schlafen übers ganze Schiff verteilt am Boden. Am Zoll wird es dann anspruchsvoll - nicht nur für uns. Für die Einreise des Fahrzeugs muss man eine App herunterladen und dort verschiedene Informationen eingeben. Dies wäre an und für sich kein Problem, wenn man wüsste, welche App dies ist (Ruth hat auf Anraten von Chat GPT wohl die falsche heruntergeladen). Und so bildet sich um den Zollbeamten eine Traube Hilfe erheischender Menschen, welche auf ihn einreden und ihm ihre Handys entgegenstrecken. Als alle anderen weg sind, kommt dann auch Ruth an die Reihe und wir können nach 1.5 Stunden einreisen. | ................................................ |
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